Entschleunigen. Das Leben ist kein Wettrennen.

Auch das ist ein wichtiges Thema, mit dem ich mich derzeit beschäftige. Es geht nämlich einfach alles zu schnell, und wir versuchen mitzuhalten. Manchen fällt das leicht, und manchen wächst das über den Kopf. Mir z.b. wird dann schnell alles zu viel, ich bin enttäuscht, wenn ich dann etwas doch nicht nach Plan schaffe, gehe viel zu hektisch an alles heran und dann funktioniert es doch nicht. Ich genieße kaum noch. Komme einfach nicht zur Ruhe. Dabei steht doch niemand mit der Stoppuhr hinter mir.

Das fängt schon morgens an, man steht auf, sobald der Wecker klingelt, macht sich schnell fertig, putzt die Zähne, während man Kaffee kocht, trinkt Kaffee während man die Nachrichten liest und hetzt zur Arbeit, versucht dort in Windeseile alles zu erledigen, fährt danach höchstens noch ganz schnell kaufen, ärgert sich, wenn man in einen Stau gerät oder alle so langsam fahren, weil man früh genug zuhause sein will um sich dann erholen zu können. Erholen, welch ein Bild von Erholung, mir mich heisst das dann kochen, aufräumen, soziale Medien, duschen, schnell etwas essen, Nachrichten und ein bisschen Tv schauen, Haustiere füttern und dann bloß früh genug schlafen, damit man am nächsten Tag wieder arbeiten gehen kann. Zumindest so in etwa. Vielleicht hat man auch noch ein Hobby oder trifft Freunde oder Familie, aber im Endeffekt sieht es ähnlich aus. Man steuert sehnsüchtig dem Wochenende oder dem bevorstehenden Urlaub an und dann geht es wieder von vorne los. Der erbärmliche hektische Alltag.

Ich beneide meinen Freund, der sich einfach mal entspannt hinlegen kann und nichts tut, der nie diese Unruhe in sich hat, wie ich. Der nicht immer versucht an alles zu denken und alles so schnell wie möglich zu erledigen. Natürlich nervt das manchmal, aber ich wünsche mir – ich wäre ein stückweit so gestrickt wie er. Dann könnte ich vermutlich auch besser schlafen.

Ich muss wieder genießen lernen.

Die freie Zeit genießen, das Essen genießen, das Wasser in der Dusche genießen, Musik genießen,….wieder wahrnehmen.

Dafür muss man entschleudigen. Langsamer leben. Sich bloß auf eine Sache konzentrieren. Nicht immer alles auf einmal.

Nicht beim Essen auf das Handy oder die Zeitung schauen oder sich Gedanken darüber machen, was man als Nächstes tut. Langsam Essen, Stück für Stück. Langsam kauen und den Geschmack gründlich wahrnehmen.

Nicht immer in den sozialen Medien präsent sein. Nicht immer schauen was die anderen machen. Bewusste Social-Media Pausen einlegen.

Nicht durch das Leben hetzen, sondern bewusst langsam gehen. Gemütlich durch ein Geschäft gehen und vorallem auch mal durch die Natur spazieren.

Nicht so viel nachdenken. Die Vergangenheit ruhen lassen und nicht zu viel an die Zukunft denken, sondern den Moment genießen und wahr nehmen.

Nicht immer meinen man muss sich mit irgendetwas beschäftigen. Sondern auch mal ausruhen und nichts tun. Meditieren, Yoga oder Entspannungsübungen helfen einem so etwas bewusst zu lernen. Einfach Ruhepausen einlegen, für Körper und Geist.

Nicht immer alles planen, man kann nicht alles planen. Spontan sein. Die Dinge auf einen zukommen lassen.

Nicht immer meinen man muss sich erklären für das was man ist oder tut. Einfach sein.

Bewusst langsamer atmen. Mehrmals am Tag bewusst ganz tief ein-und ausatmen.

Und wenn man wieder mal merkt, man ist ist zu schnell, auch dies wahrnehmen und eine kurze Ruhepause einlegen. Langsamer gehen, langsamer fahren, oder einfach kurz stehen bleiben und inne halten. Nicht ärgern, wenn man im Stau steht, oder der Autofahrer vor einem nicht sofort losfährt, wenn die Ampel auf grün springt.

Das Leben ist kein Wettrennen.

 

 

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