Über das u̶n̶̶g̶̶l̶̶ü̶̶c̶̶k̶̶l̶̶i̶̶c̶̶h̶ Glücklichsein

Ich habe ja bereits erwähnt, dass ich auch zu den Hochsensiblen 15-20% der Bevölkerung gehöre und somit mein Leben etwas anders (er)lebe als der Rest. Das und noch ein paar andere Eigenschaften von mir führen trotz Entspannungsübungen etc. manchmal schon zu schnellerer Erschöpfung, leichterer „Überforderung“, Chaos im Kopf, vielen schlaflosen Nächten und daraus resultierenden depressiven Phasen. Ich schaffe es dann einfach nicht mehr alles zu verarbeiten und zur Ruhe zu kommen. Ich spreche nicht allzu gern darüber, aber garnicht darüber zu sprechen bringt auch nichts. Aber es ist eben auch schwierig und irgendwie unangenehm zu erklären, wie es sich anfühlt, wenn der graue Schleier mal wieder alles überdeckt, man nicht weiter weiß, einem alles zu viel wird, man sich verloren und einsam fühlt. Auch leichte  Panikattacken sind mir nicht fremd, allerdings habe ich das ziemlich im Griff. Für Menschen, die das selbst nie durchleben ist es sehr schwer das Ganze nachzuvollziehen. Man stößt auf Unverständnis und ein „Kopf hoch“.. aber so einfach ist das ja bekanntlich nicht. Leider. Aber woher soll man auch wissen wie sich solche Krankheiten anfühlen, mal abgesehen davon, dass es auch nur wenige wirklich interessiert?! Es ist ja auch für einen Menschen, der noch nie einen Knochenbruch hatte unmöglich zu wissen, wie sich so etwas anfühlt. Und interesieren tut es eigentlich auch niemanden. Es tut eben weh. Auch fühlt sich vermutlich nicht jeder Bruch gleich an. So ist das auch mit der Psyche, mit allen Emotionen, Gedanken und Wesenszügen. Daher ist es auch völlig irrsinnig sich mit anderen zu vergleichen oder sich mit anderen zu messen. Das muss einem Einleuchten, damit einem das Unverständnis der Anderen und deren Verhalten nicht noch zusätzlich zu schaffen macht.  Nach Ruhephasen kamen bei mir bisher immer wieder die leuchtenden Farben zurück und der graue Schleier verschwand weitestgehend. Gott sei Dank. Allerdings befürchte ich, dass ich vermutlich trotzdem mein ganzes Leben damit zu kämpfen haben werde, weil er mich auch schon immer verfolgt. Ich denke einfach zu viel. Und vermutlich fühle ich auch zu viel. Das lässt sich nicht abstellen. Man kann nur versuchen sich damit anzufreunden. Aber auch ein guter Freund kann manchmal nerven oder einen enttäuschen. Dennoch versuche ich mein Dasein und die schönen Dinge auf der Welt zu genießen, denn dafür lebt man ja schließlich! „Ich denke, dass der Sinn des Lebens darin besteht, glücklich zu sein“(Dalai Lama) – also sollte man auch was dafür tun, und sich mit den Sachen beschäftigen, die einen glücklich machen. Dazu gehören neben den Hobbies und Leidenschaften auch Lächeln und positives Denken!  „Jeder Tag an dem Du nicht lächelst ist ein verlorener Tag„(Charlie Chaplin) Es kann nicht immer alles perfekt laufen, aber man sollte das Beste aus dem machen was kommt. Und vorallem sollte man versuchen sich selbst zu lieben und sich selbst zu akzeptieren, auch wenn das nicht immer einfach ist, denn „Eigenliebe ist das Instrument der Selbsterhaltung.“(Voltaire) Das Vertrauen in sich selbst sollte man auch nie unterschätzen, denn „wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.“ (Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach) Das darf man niemals vergessen! Wer fest an sich glaubt, geht offener und glücklicher durch die Welt! Der kann auch den grauen Schleier verbannen.

Wirf deine Angst ab, verlaß dich auf deine inneren Hilfsquellen, vertraue dem Leben, und es wird dir’s vergelten. Du vermagst mehr als du denkst.

Ralph Waldo Emerson

Advertisements

3 Gedanken zu “Über das u̶n̶̶g̶̶l̶̶ü̶̶c̶̶k̶̶l̶̶i̶̶c̶̶h̶ Glücklichsein

  1. Liebe Monika, ich weiß nicht, ob ich mich darüber freuen sollte, da du ja dann anscheinend ähnlich tickst und somit das Leben für dich manchmal auch etwas grau erscheint. Dennoch tut es gut diesen einen Satz zu hören. Ich wünsche Dir alles Liebe.

    Gefällt mir

  2. Sehr schön verfasst! 🙂 Ja glücklich sein ist glaube ich nicht für alle Leute gleich einfach, wie du wunderschön aufzeigst. Für die, denen es (meistens) gut geht, die sich glücklich fühlen, ist es gar nicht so einfach zu verstehen, dass andere immer wieder einen innerlichen Kampf fechten dafür, glücklich zu sein. Es muss schwer sein, wenn man dieses Gefühl nicht kennt (die Deprimiertheit und das Dunkle), jemanden wie dich (und mich) zu verstehen.
    Ich wünsche dir, dass du deinem Vorsatz weiter treu sein kannst 🙂

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s