Verhaltenstherapie #1

Auf einem Blog habe ich den Hinweis auf die tolle Homepage von moodgym entdeckt. Das ist ein kostenloses Online-Trainings-Programm zur kognitiven Verhaltenstherapie. Ich habe bereits 2 Bausteine hinter mir und muss sagen, dass ich es ziemlich gut finde. Hier wird einem vieles vor Augen geführt, anhand von fiktiven Persönlichkeiten erkennt man vllt auch die Fehler der eigenen Denkmuster. Man arbeitet hier aktiv mit den Gedanken dieser Personen, lernt diese einzuschätzen und lernt auch vieles über die eigenen Gedanken und wie mit ihnen umzugehen ist. Es lohnt sich wirklich dort mal reinzuschauen!

Laut den Tests dort liegt meine Depressionsskala im normalen Bereich, nur meine Ängste sind ziemlich stark ausgeprägt, aber das wusste ich ja schon vorher und arbeite dran.

Nun gut, auch hier möchte ich meine Erkenntnisse schriftlich festhalten. Zuerst mal wieder die Feststellung, dass das eigene Denken den größten Einfluß auf unsere Gefühle, sowie auf unser Verhalten hat.

W I D I W I F : „Was ich denk, ist was ich fühl“

„An sich ist nichts weder gut noch böse, das Denken macht es erst dazu.“

Verzerrte Gedanken … und wie man sie hinterfragen „sollte“

  • Übergeneralisieren : 1 Fehler heißt nicht viele Fehler! Wie kann man es das nächste mal verhindern? Ist es wirklich generell so?
  • Alles-oder-Nichts : ist es wirklich so Extrem? hat es nicht vllt positive Folgen? Fakten?
  • selektive Verallgemeinerung : vllt falsch interpretiert? sagt das Detail wirklich etwas über das Gesamte?
  • Positives abwerten : gibt es wirklich Fakten dieses Lob abzuwerten?
  • übereilte Schlüsse ziehen : weiß ich wirklich den Grund warum? Gibt es Fakten?
  • Übertreiben und Untertreiben : ist das Problem tatsächlich so groß? ist mein Erfolg wirklich unwürdig?
  • emotionale Beweisführung : ein Gefühl sagt nichts über mich als Mensch. Ist es das wert, dass ich mich so fühle?
  • absolute Forderungen “ sollte“ „muss“ : ist es so wichtig? MUSS es so sein? Warum?
  • globale negative Selbst-und-Fremdwahrnehmung : Ist es echt Fakt? Oder Einbildung?
  • personalisieren : bin wirklich ICH dafür verantwortlich?

die häufigsten Verletzlichkeitsbereiche

Die Bedürfnisse….

  • nach Anerkennung
  • geliebt zu werden
  • erfolgreich zu sein
  • perfekt zu sein
  • auf bestimmte Dinge einen Anspruch zu haben
  • auf alles einen Einfluß zu haben
  • das Glücklichsein von äußeren Faktoren abhängt

Tu Dir was Gutes für dein Selbstwertgefühl

  • mind. 1 x am Tag min 10 Min tun was man gern hat
  • mind. 1 x am Tag 5 Min sich so behandeln wie man einen Freund behandelt (loben/schätzen)

-Fortsetzung folgt-

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15 Gedanken zu “Verhaltenstherapie #1

  1. Wieder sehr gut beschrieben! Ich bin durch das Programm damals durch Annies Blog aufmerksam geworden und musste es natürlich gleich ausprobieren 😉 Ich fand die Übungen dort wirklich hilfreich und gut erklärt, es deckt sich mit vielem, was bisher auch in den Tehrapiestunden angesprochen wurde. Sicher auch eine gute Möglichkeit für alle, die noch auf einen Therapieplatz warten und die Zuit bis dahin mit Selbsthilfe überbrücken möchten bzw. keine Zeit/Lust zu einer Theraie haben und leiber selbstständig üben.

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      1. Null Problemo, ich kenne das, wenn ich zu schnell tippe und nicht drüberschaue. Oft sehe ich meine Fehler auch erst, wenn ich meinen Post veröffentlicht habe. Ich weiß garnicht wo ich gestöbert habe, vllt war es Annies Blog 😉 ( Ist das die mit den Gänseblümchen? )

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