die Jobsuche #4

Thema Vorstellungsgespräche..also ich muss ja sagen zu Anfang war das meine größte Angst. „Das schaff ich nicht.“ war mein erster Gedanke nach der Kündigung. Blanke Panik. Ich habe mich die erste Woche nichtmal beworben aus Angst eingeladen zu werden.

Mittlerweile hat sich das Blatt etwas gewendet, ich bin zwar noch etwas nervös, aber mehr gespannt-nervös. Mir helfen die Gedanken, dass ich ja nicht nur mich vorstelle, sondern die Firma sich mir ebenso vorstellt. Sie fanden meine Bewerbung sowie meinen Lebenslauf gut und haben vermutlich Interesse an mir. Sie haben die Wahl, ich habe die Wahl. Es ist bloß ein Kennenlernen und kein Zwang dahinter. Gar kein Grund Angst zu haben oder sich zu verstecken.

Inzwischen war ich bei drei Stück, das Erste war ja gehaltstechnisch überhaupt nichts, dennoch ganz nett. Das Zweite am Freitag war wirklich super nett und gab mir enorme Kraft. Die Dame war so freundlich und mir hat es wirklich gefallen, wobei der Job an sich schon was anderes, teilweise irgendwie „einfacheres“, ist, was ich aber womöglich sehr gut beherrschen würde. Ich habe bei ihr gemerkt, dass ich „gewollt“ werde, dass mir viel zugetraut wird, und ich anscheinend einen guten Eindruck hinterlasse. Und heute das Dritte war auch interessant.Es ist halt wie mein alter Job, den ich eigentlich nicht mehr ausüben wollte, vorallem wollte ich mich von der Branche entfernen, doch irgendwie schrieb ich sogar meine allererste Bewerbung dorthin und habe mich riesig über die Einladung gefreut. Wenn ich die Wahl hätte wüsste ich momentan nicht wohin ich tendieren würde. Aber mal schauen ob ich überhaupt die Wahl habe. Bei dem Zweiten werde ich mal probeweise reinschnuppern. Der Mann von heute wird sich melden. Beides Teilzeit mit 30 Stunden, optimal, genauso wie ich es mir wünsche. Abwarten!

Außerdem hat sich meine Angst auch wieder etwas verzogen, meine Nerven stabilisieren sich langsam wieder und ich bin wieder fröhlicher unterwegs. Mit dem Schlafen das klappt meistens auch ganz gut. Ich bin zwar immernoch etwas schneller erschöpft, überreizt, aber das bleibt wohl auch so, ich bin nunmal wie ich bin und habe ein hochsensibles Wesen. (Und ich freu mich schon wenn diese doofe Hitzewelle wieder vorbei ist.)

Ich muss zugeben, die letzten Wochen zuhause geben mir Kraft, Zeit mich selbst besser kennenzulernen, an mir zu arbeiten und mit mir, meinen Ängsten, meinen Zweifeln, meiner Nervosität, und meiner Hochsensibilität zurecht zukommen. Mich selbst wieder zu finden. Teilweise habe ich sogar den Gedanken, dass es vielleicht so sein sollte und es gut so ist wie es gekommen ist. Ich war dort nicht mehr glücklich.

Arbeiten gehen ist wichtig, keine Frage, es gehört dazu. Anders kann man schlecht Geld verdiehnen. Das Arbeitslosengeld geht auch mal, zugegeben – bei mir fällt es zur Zeit nicht ganz so schlecht aus, sodass ich es relativ „locker“ sehen kann. Trotzdem ist arbeitslos zu sein nichts Tolles, gerade, wenn es um Kredite geht. Mein Auto ist nun fällig, wir haben uns in ein Häuschen verliebt, aber so ist das nunmal. Vielleicht findet sich eine Lösung vielleicht auch nicht. Kommt Zeit kommt Rat. Wir werden sehen.

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