Gedanken

 Ich lebte nur in meinem eigenen Kopf und verlor am Ende darüber den Verstand. Edgar Allan Poe

Das Zitat vergangene Woche bei Criminal Minds, hat mich zum Nachdenken gebracht, denn in meinen depressiven, ängstlichen Phasen lebe ich auch mehr in meinem Kopf als aktiv in der Welt und glaube sehr wohl, dass man darüber auf Dauer den Verstand verlieren kann bzw. zugrunde gehen kann.

Wer kennt es nicht, das Gedankenkarussel im Kopf. Wenn man sich den Kopf zermatert über Unnötiges, Unwichtiges und einfach nicht damit aufhören kann? Grausam solche Momente, solche Tage, solche Wochen in den man fast nichts von der Außenwelt mitbekommt, bloß mit seinen eigenen Gedanken und  Ängsten beschäftigt ist. Welch ein Glück, wenn man wieder leben kann, Freude zulässt, Ablenkung zulässt und genießen kann. Loslässt. Die bösen Gedanken beiseite schieben kann, wieder schöne Gedanken hat.

Man darf sich eben nicht einigeln, sondern man muss unbedingt auch mal andere Menschen, andere Gedanken und Farbe ins Leben lassen. Einfacher gesagt als getan, aber wenn man dem WIDIF- Was ich Denk ist was ich Fühl-Prinzip vertraut muss man es tun. Ansonsten zieht einen die Spirale immer weiter hinab. Man muss üben, üben und üben, seine eigenen Mantras kreieren und an sich selbst glauben. Das kostet Kraft, das braucht auch viel Zeit aber nur so gelangt man Stück für Stück wieder in die bunte Welt hinein. Man muss tun was einem Spaß macht, auch wenn man im ersten Moment vielleicht keine Lust oder keine Kraft dazu hat, man sollte seine Freunde und Familie einweihen, denn sie können einem auch hin und wieder helfen ein Lächeln auf die Lippen zu bekommen. Vorallem finde ich es schön, dass sie einem das Gefühl geben können, dass man für jemanden wichtig ist, dass sie für einen da sein möchten, einem zuhören und beiseite stehen. Ablenken und auf andere Gedanken bringen, das schaffen eben teilweise nur andere Menschen. Auch die Natur ist ein guter Helfer, frische Luft, Sonne, Regen, Felder, Wiesen, Bäume, Bäche, Tiere….und natürlich gute Bücher und Musik und vllt auch Sport.

Ich hatte bisher noch keine schlimme Depression, glücklicherweise. Ich weiß zwar, dass ich in diese Richtung tendiere, aber ich gehe ja eher in die Richtung Angst/Panikstörung, die leider auch alles andere als schön ist und einen an vielem hindert und traurig machen kann, mit der ich aber nun wieder besser umgehen kann. Sie wird nie weggehen und vielleicht auch wieder stärker auftauchen, aber momentan krieg ich es wieder besser hin ohne viel Angst durch die Gegend zu laufen, denn auch die kommt ja nur durch falsche Gedanken, die ich wieder besser sortiert habe.

In dieser Welt gibt es vieles, vor dem man Angst haben kann. Aber das, wovor wir uns fürchten, hat nichts mit gruseligen Masken zu tun, oder Plastikspinnen oder lebensechten Monstern. Nein. Es sind die Gedanken in unserem Kopf, die uns die größte Angst einjagen. Was ist, wenn sie ihre Entscheidung irgendwann bereut? Was ist, wenn er wirklich unglücklich ist? Was ist, wenn die Chance geliebt zu werden für immer vertan ist? Wie besiegen wir diese beängstigenden Gedanken? Wir erinnern uns daran: Was uns nicht umbringt macht uns nur stärker. Desperate Housewives

Sich sorgen nimmt dem Morgen nichts von seinem Leid, aber es raubt dem Heute die Kraft. Corrie ten Boom

Sich sorgen ist ja in einem gewissen Maß normal und auch okay, aber es darf eben kein Übermaß der Gedanken einnehmen. Man darf sich ihnen nicht hingeben. Es bringt nämlich überhaupt nichts außer eine schlechte Stimmung und eben Angst. Und sie können einen um den Verstand bringen.

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