Überreizt!

Die modernste Form der Sintflut ist die Reizüberflutung. Ernst Ferstl

Oh man! Diese Woche, genauer gesagt vorgestern, hatte ich mal wieder eine fast völlig schlaflose Nacht (2-3 Stunden, und die nicht mal am Stück 😦 ). Nach meinem langen stressigen Tag auf der Arbeit, der Abenteuer-Autofahrt, dem absoluten Ausnahmezustand in unserer Gegend, dem Winterspaziergang, den damit verbundenen Rückenschmerzen (Danke, Iliosakralgelenk ..) und der freudigen Nachricht, dass ich die Hochzeitstorte für meine beste Freundin backen darf. (Ich bin ja schon soooo aufgeregt)…. Abends war ich dann völlig aufgewühlt. Mein Gehirn kam einfach nicht zur Ruhe (mein Rücken allerdings auch nicht) und ich konnte all die Eindrücke nicht verarbeiten. Fast immer, wenn was aus der Reihe passiert, ist das bei mir. So ist das, wenn man hochsensibel ist, leider manchmal. Ich weiß ja eigentlich, dass es auch ohne Schlaf weitergeht, man sogar arbeiten kann, und dass ich mich nicht so ultra verrückt machen muss, aber schön ist das wirklich nicht. Und Tränchen fließen dann auch manchmal nachts und die bösen Gedanken wollen immer mal durchkommen und der Druck, dass ich doch bald mal einschlafen muss. Dabei muss man doch auch dann einfach nur entspannen und ruhig bleiben, aber das vergesse ich dann oft.

Manchmal wünschte ich wirklich in einer anderen Zeit zu leben, in der es nicht so hektisch und schnelllebig zugeht, in der wir nicht mit all den teils überflüssigen Informationen tagtäglich überfallen werden, im Radio, im Internet, im Fernsehen und am Telefon. In der man noch Briefe schreibt. Nicht unzählige Nachrichten mit dem Smartphone. Natürlich hat das alles auch seine guten Seiten heutzutage, die Erreichbarkeit und der „gute“ Informationsfluss, aber ich glaube oftmals, ich bin einfach nicht für all das Ganze gemacht. Sollte mich damit auch vielleicht noch mehr einschränken. Facebook zumindest, meide ich nun schon seit Ende letzten Jahres. WhatsApp habe ich gar nicht. Dennoch schaue ich viel zu oft auf mein Handy und schreibe SMS. Auf der Arbeit lässt sich das Multitasking ja nicht so gut vermeiden, gerade an den Tagen, an denen ich alleine im Büro bin. Drei-4 E-Mail-Konten checken, Telefon, usw. alles ganz alleine. Und ich lasse mich gerne mal ablenken. Dennoch müsste ich auch hierfür mal einen Plan entwickeln.

Manchmal frage ich mich auch, wie es erst wäre mit Kindern. Meine eine Freundin zum Beispiel, mit ihren drei Kindern, was hat die erst für Reizüberflutungen jeden Tag. Klar, sie geht nicht arbeiten, aber trotzdem. Irgendwann wird sie das wohl. Bewundernswert. Aaaaber, der eine ist so, der andere so. So ist das nun mal.

Ich muss mir auch abends einfach wirklich die Ruhe gönnen, die ich brauche. Wie gestern Abend zum Beispiel, nachdem ich Gott sei Dank früher Feierabend machen durfte (Überstundenabbau) hatte ich um halb 6 schon alles erledigt. Kurzer Einkauf beim Obst und Gemüsehändler, Essen für gestern (Lecker Mausohrsalat mit Trauben und Walnüssen, dazu Dinkelbaguette überbacken mit Camembert) und Essen für heute (Sauerkrauteintopf). Also ging es um sechs nach der schnellen Dusche und (den magischen) Rückenübungen dann mit einem Melissen-Tee, einer Wärmflasche und meinem Buch ab ins Bett, das tat soo gut! Ich habe dann noch eine Stunde Fernsehen geschaut und bin um halb 9 schon völlig erledigt und entspannt eingeschlafen. Wie schön es doch ist früher Feierabend zu haben. Ab und an frage ich mich ob eine 5 Tage Woche á 6 Stunden zukünftig vielleicht besser wäre, oder ob ich meinen freien Montag beibehalten möchte. Mal schauen, wie es sich entwickelt, wenn unsere Azubine fertig ausgelernt ist. Achja, mein Chef hat mir gestern noch Autoprospekte mitgegeben, für einen Firmenwagen für mich 🙂 Ist das nicht toll, er ist wohl echt zufrieden. Und ich fühl mich wohl hier. War also die richtige Entscheidung hier hin zu gehen.

 

 

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6 Gedanken zu “Überreizt!

  1. Erstmal tut es mir leid, dass es gerade etwas schwierig für dich.
    Falls es dir ein bisschen hilft: ich bin zur Zeit auch recht augewühlt und überflutet mit zig Dingen, die sich gerade in verschiedenen Bereichen tun.
    Aber hey, Glückwunsch zum Firmenwagen! Das ist schon eine feine Sache! Kann nicht jeder von sich behaupten!

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      1. Du meinst diese Überflutung? Ja, bei mir schon auch. An manchen Tagen erschlägt es einen, an manchen kommt man besser damit zurecht.
        Und kommt ja auch auf die Faktoren von außen an und was alles vorfällt.

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