Urvertrauen

IMG_20170505_180908Vor einiger Zeit habe ich mir ein Hörbuch gekauft über die Bewältigung von Angst und Panik. Da ging es um das Urvertrauen. Am Anfang dachte ich.. naja, mir war das Ganze irgendwie so ein wenig esoterisch, nennen wir es mal so, trotzdem habe ich mir dieses Hörbuch nicht nur einmal angehört. Und zumindest bis jetzt hat es etwas in mir bewirkt.

Heute, beim Spazierengehen habe ich mir so meine Gedanken über das Urvertrauen gemacht. Was ist das eigentlich? Urvertrauen. Das Vertrauen in das Ganze. Das alles seinen Sinn hat. Wir alle miteinander verbunden sind. Wir alle zusammengehören. Wir in dieses Ganze vertrauen dürfen. Wir uns vertrauen dürfen. Wir uns vertrauen müssen. Wir anderen vertrauen dürfen. Wir anderen vertrauen müssen. Wir in das Leben vertrauen dürfen. Wir in das Leben vertrauen müssen. Wir uns und dem Vertrauen treu bleiben müssen.

Ursprung

In der Biosoziologie und der Tiefenpsychologie wird dieses Urvertrauen auf das erste Lebensjahr zurückgeführt. Nach Dieter Claessens erwirbt ein Säugling im ersten Lebensjahr die Grundeinstellung Menschen und Situationen zu vertrauen oder entwickelt ein Urmisstrauen, welches auch nicht mehr zu ändern ist. (Biosoziologie). In der Tiefenpsychologie ist es ähnlich dargestellt, beim Stufenmodell der psyschosozialen Entwicklung stellt das Stadium 1, im ersten Lebenjahr die Entwicklung des Urvertrauens dar, die sich abhängig von der Liebe, Geborgenheit und Sicherheit, der Eltern, im besonderen der Mutter als Bezugsperson entwickelt. Werden die Bedürfnisse des Kindes nicht gestillt, entwickeln sie Ängste, Ängste vor dem Verlassenwerden, Bedrohungsgefühle und Leergefühle. „Ich bin, was man mir gibt.“

„Jeder hat sein eigen Glück unter den Händen, wie der Künstler die rohe Materie, die er zu einer Gestalt umbilden will. Aber es ist mit dieser Kunst wie mit allen; nur die Fähigkeit dazu wird uns angeboren, sie will gelernt und sorgfältig ausgeübt sein. Goethe

Niemand kommt mit Selbstvertrauen auf die Welt. Jene Menschen, die Selbstsicherheit ausstrahlen, frei von Furcht sind und sich überall zurechtfinden, haben ihr Selbstvertrauen nach und nach erworben. David J. Schwartz

„Kinder sollen nicht bewahrt und belehrt werden, sondern glücklich sollen sie im Sonnenlicht wachsen, erstarken und sich entwickeln, entfalten sollen sie sich wie die Blume unter der sorgenden Hand des kundigen Gärtners.“ Fröbel

Wenn uns dieses Vertrauen später fehlt, fehlt uns Kraft. Kraft glücklich zu sein, Kraft zu lieben, Kraft zu leben. Vertrauen ist eine Kraft, die einen zusammenhält, die einen am Leben hält. Das Vertrauen in sich macht stark, das Vertrauen in andere schafft Beziehungen und Bindungen, sonst vereinsamen wir. Wer einsam ist, verliert noch mehr Vertrauen. Ein ewiger Teufelskreis, den man durchbrechen muss. Mut fassen zu vertrauen. Lernen zu Vertrauen.

Vertrauen ist Mut, und Treue ist Kraft. Marie von Ebner Eschenbach

Misstrauen ist ein Zeichen von Schwäche. Gandhi

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Das Schlimme ist, selbst wenn man Vertrauen hat, ist dieses Vertrauen zerbrechlich wie ein Glas. Wenn man Vertrauen erst einmal verloren hat, ist es schwierig es wieder aufzubauen. Die Scherben wieder zusammenzusetzen. Das Vertrauen in andere, welches so schnell zerbricht, wenn man belogen oder betrogen wurde, wenn einem Unrecht widerfahren ist, wenn man im Stich gelassen wurde oder einem das Herz gebrochen wurde. Das Vertrauen in sich, wenn man versagt hat, wenn man schwach wurde, wenn einem alles über den Kopf gewachsen ist, wenn man krank ist…

Selbstliebe / Selbstachtung / Selbstvertrauen

Um zu leben benötigt man aber Vertrauen. Wir müssen uns vertrauen, und uns selbst lieben. Nur so schaffen wir es mit genug Kraft und Selbstbewusstsein das Leben zu bestreiten. Nur so können wir uns frei und glücklich fühlen. Nicht klein und unsichtbar. Nur man selbst lebt dieses eine Leben. Nur du lebst dein Leben. Nur ich lebe meins. Darum sollte man sich und auch sein Leben lieben, auf die Selbstfürsorge achten und sich vertrauen. Es sich gut gehen lassen, man selbst sein, sich selbst entfalten und sich vertrauen. Sich selbst achten und ehren. Sich selbst kennen und lieben lernen.

Deine erste Pflicht ist, dich selbst glücklich zu machen. Bist du glücklich, so machst du auch andere glücklich. Ludwig Feuerbach

„Der Sinn des Lebens besteht darin, glücklich zu sein“ Tenzin Gyatso

Sei nicht nur gut zu anderen. Sei auch gut zu Dir selbst.

Vertrauen in andere Menschen

Auch das Vertrauen in andere sollte man üben. Natürlich gibt es böse Menschen, jene, die einem weh tun, manche absichtlich, manche ohne es zu merken und ohne es zu wollen. Nicht jedem sollte man sein 100 % Vertrauen schenken, dennoch ist es wichtig anderen Menschen zu vertrauen, denn sie begleiten uns auf unserer Reise. Sonst reisen wir immer nur alleine. Isoliert und abgeschottet. Ohne Liebe und Geborgenheit.

Wer anderen gar zu wenig traut, hat Angst in allen Ecken, wer gar zu viel auf andere baut, erwacht mit Schrecken. Wilhelm Busch

Im Prinzip wollen wir doch alle das Gleiche auf unserer Reise – „glücklich sein„, jeder von uns. Der eine so, der andere so. Unsere Wege kreuzen sich zwangsweise dabei, da wir alle auf dieser Erde leben. Womit wir alle zusammengehören. Besonders hervorheben möchte ich hier die Menschen mit sozialen Berufen und den Medizinern, die wirklich nur anderen Menschen helfen wollen, denen wir manchmal komplett vertrauen müssen, obwohl es Fremde sind. Den Piloten und Fluglotsen, denen wir unser Leben auf 10 km über dem Boden anvertrauen… Da ist die beste Freundin, der man Geheimnisse anvertraut. Die Oma, die einem unübertroffene Liebe und Geborgenheit schenkt. Die Mama, die alles für einen getan hat. Der Papa der einem immer hilft, wenn man ihn fragt. Der Nachbar, der immer da ist. Der Arbeitskollege, der immer ein offenes Ohr hat. Es gibt so viele Menschen, die einem Gutes Wollen. Die uns helfen wollen. Die ihren Weg mit uns gehen wollen.

„Das wahre Glück ist: Gutes zu tun.“ Sokrates

Dann gibt es noch die, die ihre persönlichen Bedürfnisse nur stillen können, indem sie anderen wehtun, anderen schaden. Die Krieger, die Mörder, Vergewaltiger, Mobber. Dennoch wollen auch diese nur glücklich sein, auf ihre Weise. Allerdings stimmt in deren Köpfen etwas nicht, sie sind krank und fehlgeleitet. Vom Weg abgekommen. Aber diese Menschen sind die Ausnahmen. Auch jene, die uns persönlich enttäuscht haben. Es gab einen gemeinsamen Weg im Leben, dennoch sollte sich dieser nicht fortsetzen und gewonnen hat man an Erfahrung und sollte sich nicht weiter in diesem Erlebnis suhlen. Sonst geht man unter. Die gemeinsame Zeit ist ein Geschenk, wenn sie schön war, egal wie diese Geschichte ausgegangen ist. Wenn sie eben nicht so schön war, sollten wir auch dies akzeptieren. Ändern kann man die Vergangenheit nicht mehr.

Enttäuschungen sollte man verbrennen und nicht einbalsamieren. Mark Twain

Man erlebt immer wieder Enttäuschungen, aber man lernt auch immer besser damit umzugehen. Sade

Dass uns eine Sache fehlt, sollte uns nicht davon abhalten, alles andere an uns zu genießen. Jane Austen

Wer sich selbst treu bleiben will, kann nicht immer anderen treu bleiben. C. Morgenstern

„Menschen sind oft unberechenbar, unlogisch und selbstzentriert. Vergib ihnen einfach.“ Mutter Teresa

Lerne anderen zu vergeben, nicht weil sie es verdiehnen, sondern weil du den Seelenfrieden verdienst. J.L.Huie

Glück und Leid

Denn nicht andere sind für unser Glück verantwortlich, wir selbst sind es. Trotz Enttäuschungen sollte man einen positiven Geist beibehalten. Den Tag genießen. Stark sein. Sein Glück selbst in die Hand nehmen, sich selbst wertschätzen. Sich selbst lieben.

„Das Glück gehört denen, die sich selbst genügen. Denn alle äußeren Quellen des Glückes und Genusses sind, ihrer Natur nach, höchst unsicher, mißlich, vergänglich und dem Zufall unterworfen.“ Schopenhauer

„Glück ist Selbstgenügsamkeit.“ Aristoteles

„Glaube an dein Glück, so wirst du es erlangen.“ Ali ibn Abu-Talib

„Wer will, soll glücklich sein, denn morgen ist uns nichts gewiß.“ Lorenzo I. de’ Medici

Es gibt da einen Spruch „Das Leben bürdet uns nur soviel auf, wie wir in der Lage sind, auch wirklich zu ertragen!“. ( Gott fordert von niemandem mehr, als er vermag.
Koran)
Diesen Satz finde ich einerseits stark, anderseits völlig daneben, denn was bleibt einem anderes übrig, als all das zu ertragen, was einem wiederfährt. Manche Menschen, die es nicht mehr ertragen können, beenden es, und waren demnach nicht in der Lage das Leben und das Leid zu ertragen. Manche Krankheiten, Katastrophen und Verluste sind weitaus schlimmer als das was eine Seele jemals ertragen dürfte. Niemand hat es verdient zu leiden. Kein Mensch und kein Tier. Dennoch haben wir oftmals keinen Einfluß auf das was uns widerfährt und müssen unser Schicksal nehmen wie es kommt.

„Verzage nicht, auch bei allzugroßem Leid; vielleicht ist das Unglück die Quelle eines Glücks.“ Menander

Bedenke, dass die menschlichen Verhältnisse insgesamt unbeständig sind, dann wirst du im Glück nicht zu fröhlich und im Unglück nicht zu traurig sein. Sokrates

Jedes Leben hat sein Maß an Leid. Manchmal bewirkt eben dieses unser Erwachen. Buddha

„Was einen nicht umbringt, macht einen nur stärker.“ Mag manchmal so sein, aber manche Erlebnisse, Verluste, Krankheiten machen einen schwach, hinterlassen Narben, sodass wir danach nie wieder die selben sind. Dennoch ist was wahren an diesem Spruch:

Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren!

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Auch wenn das Leben kein Kampf ist, manche Hürden sind es einfach. Und um diese zu meistern müssen wir manchmal kämpfen, und das geht nur, wenn wir uns dabei selbst vertrauen und dem Leben vertrauen. „Ich schaffe das!“ „Ich kann das!“ „Mir kann und wird nichts passieren.“ – meine Mantras in schwierigen Situationen.

„Und wenn ich sicher bin, dass ich es nicht mehr aushalten kann, dann mache ich noch einen Moment weiter. Dann weiß ich, dass ich fähig bin, alles zu ertragen.“ Jenseits von Afrika

Niemand rettet uns, außer wir selbst. Niemand kann und niemand darf das. Wir müssen selbst den Weg gehen. Buddha

Natürlich ist es keine Schande Fremde Hilfe anzunehmen. Wenn uns selbst die Kraft fehlt weiterzumachen, wenn wir fallen und uns jemand auffangen muss, wenn wir uns nicht mehr selbst helfen können. Dafür sind diese Bindungen so wichtig, damit wir nicht alleine sind. Damit jemand da ist, wenn wir fallen, auf den wir zählen können. Genauso wie wir anderen helfen dürfen. Darum ist das Vertrauen in andere wichtig. Für uns selbst und für die anderen. Wir sind alle gleich. Wir benötigen einander.

Die Menschen, denen wir eine Stütze sind, geben uns den Halt im Leben. Marie Freifrau von Ebner Eschenbach

Meine persönlichen Regeln zum Urvertrauen. Zum Leben. Zum Glück:

Meine Regel Nr. 1: Selbstvertrauen und Selbstliebe gewinnen.

Es ist nicht Deine Aufgabe, mich zu lieben – es ist meine. B. Katie

Wenn wir an unsere Stärke glauben, so werden wir täglich stärker. Gandhi

Man kann meist viel mehr tun, als man sich gemeinhin zutraut. Aenne Burda

Wenn ein Mensch weiß, wer er ist, hat er keine Angst, verschlungen zu werden. Wenn er über Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl verfügt, hat er keine Angst, verlassen zu werden.  John Bradshaw

Regel Nr. 2: Den Mut zu haben man selbst sein, mit allen Ecken und Kanten, Schwächen und Stärken. Man ist wie man ist und darf auch so sein, egal was andere sagen. Man sollte sich nicht vorschreiben lassen wie man leben oder denken soll:

Das Große ist nicht, dies oder das zu sein, sondern man selbst zu sein. Søren Kierkegaard

Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts. Friedrich Hebel

Zu sein wer wir sind und zu werden, was wir werden können ist der einzige Sinn des Lebens. Robert Louis Stevenson

Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat. Glaube nichts, weil alle es glauben. Glaube nichts, weil es geschrieben steht. Glaube nichts, weil es als heilig gilt. Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt. Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast. Buddha

You don’t own me, Don’t try to change me in any way, Don’t tell me what to do
And don’t tell me what to say. Grace

Regel Nr. 3: Das Beste aus dem machen, was man ist, wo man ist und was man hat und dankbar sein für das was man hat:

„Es gibt nur ein Mittel, sich wohl zu fühlen: Man muß lernen, mit dem Gegebenen zufrieden zu sein und nicht immer das verlangen, was gerade fehlt.“ Theodor Fontane

„Denk nicht so verbissen daran, wo Du lieber wärst. Mach das Beste aus dem, wo Du gerade bist.“ Passengers

„Das Leben ist nicht immer so, wie man es sich wünscht. Der einzige Weg, um glücklich zu sein, ist das Beste daraus zu machen.“ Jenny Churchill

„Es geht nicht darum, wie viel wir besitzen, sondern wie viel wir genießen, das sorgt für Glücksgefühl.“ Spurgeon

 „Wir wollen, wollen, wollen: einen bestimmten Menschen, eine bestimmte Art von Beziehung, eine bestimmte Arbeit. Weil kein Wunder dieser Art je vollständig erfüllt werden kann, ist unser Wollen unaufhörlich von Spannung und Angst begleitet. Sie sind untrennbare Zwillingsbrüder…  Wir alle erfreuen uns manchmal unseres Lebens. Aber hinter dieser Freude und Zufriedenheit liegt Angst. Wir suchen immer nach etwas, das hinter der Tür liegt, und wir fürchten, daß wir es nie finden. Wir denken: «Wenn ich dieses oder jenes hätte, wäre ich glücklich.» Momentane Freude löst das unterschwellige Unbehagen nicht auf […]. Paradoxerweise ist die einzige Möglichkeit, die Tür aufzuschließen, sie zu vergessen.Charlotte Joko Beck

Regel Nr. 4: Das Schicksal anzunehmen, gelassen zu sein, nicht in Sorge und Angst ertrinken, das Jetzt genießen, das Leben genießen. Loszulassen.

„Das Rezept für Gelassenheit ist ganz einfach: Man darf sich nicht über Dinge aufregen, die nicht zu ändern sind.“ Hellen Vita

Hör auf dir Sorgen über Dinge zu machen, die du nicht kontrollieren kannst. Leb ein bisschen. Passengers

„Der Humor nimmt die Welt hin, wie sie ist, sucht sie nicht zu verbessern und zu belehren, sondern sie mit Weisheit zu ertragen.“ C. Dickens

Wir haben alle unsere Träume, wir machen Pläne als wären wir die Kapitäne unserer Zukunft. Aber wir sind Passagiere, wir reisen, wohin das Schicksal uns führt. Passengers

In steter Veränderung ist diese Welt. Wachstum und Verfall sind ihre wahre Natur. Die Dinge erscheinen und lösen sich wieder auf. Glücklich, wer sie friedvoll einfach nur betrachtet. Buddha

Verweile nicht in der Vergangenheit, träume nicht von der Zukunft. Konzentriere dich auf den gegenwärtigen Moment. Lerne loszulassen. Das ist der Schlüssel zum Glück. Buddha

Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins. Marie von Ebner-Eschenbach

Es gibt keine Grenzen. Weder für Gedanken noch für Gefühle. Es ist die Angst, die immer Grenzen setzt. I. Bergmann

Loslassen bedeutet, den Geist aus dem Gefängnis des Greifens zu befreien, weil Sie erkannt haben, daß alle Angst und Verzweiflung aus der Begierde des greifenden Geistes entstehen.  Sogyal Rinpoche

Mein Leben wurde ständig von Missgeschicken bedroht – von denen die meisten niemals stattfanden.  Mark Twain

Quält euch nicht mit Gedanken an morgen; der morgige Tag wird für sich selber sorgen. Bibelzitate

Alles ist vorherbestimmt, Anfang wie Ende, durch Kräfte, über die wir keine Gewalt haben. Es ist vorherbestimmt für Insekt nicht anders wie für Stern. Die menschlichen Wesen, Pflanzen oder der Staub, wir alle tanzen nach einer geheimnisvollen Melodie, die ein unsichtbarer Spieler in den Fernen des Weltalls anstimmt.Albert Einstein

Was nicht geschehen soll, wird niemals geschehen, wie sehr man sich auch darum bemüht. Und was geschehen soll, wird bestimmt geschehen, wie sehr man sich auch anstrengt, es zu verhindern. Das ist gewiss. Weise zu sein bedeutet daher, still zu bleiben. Ramana Maharshi

Wir müssen bereit sein uns von dem Leben zu lösen was wir geplant haben, damit wir das Leben finden, was auf uns wartet. Joseph Cambell

Regel Nr. 5: Sich frei fühlen. Das heißt auch, frei von dem Gedanken was andere denken könnten. Frei von dem Gedanken, wie andere leben. Nicht vergleichen.

„Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit aber ist der Mut.“  Thukydides

„Wir verbringen einen grossen Teil des Lebens damit, die Achtung anderer zu erwerben. Aber Selbstachtung zu gewinnen, darauf verwenden wir wenig Zeit.“ Sternberg

„Was andere denken könnten ist gleichgültig, sie denken ohnehin was sie wollen.“ Coelho

Menschen, die immer daran denken, was andere von ihnen halten, wären sehr überrascht, wenn sie wüßten, wie wenig die anderen über sie nachdenken. Bertrand Russell

Der Moment, in dem Du aufhörst Dir gedanken darüber zu machen, was andere von dir halten und du anfängst so zu leben wie du es möchtest ist der Moment in dem du endlich frei bist.

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. Søren Kierkegaard

Regel Nr. 6: „Ja“- sagen zum Leben. Doch stets aufrichtig sein und niemandem schaden, weder Mensch noch Tier. Immer daran denken, was bereits in den zehn Geboten geschrieben steht: Ob man nun an Gott, Allah oder sonst wen glaubt oder nicht, ist egal, jene 7 Gebote sollten jeden stets auf seiner Reise durch das Leben begleiten.

Das vierte Gebot Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.

Das fünfte Gebot Du sollst nicht töten.

Das sechste Gebot Du sollst nicht ehebrechen.

Das siebte Gebot Du sollst nicht stehlen.

Das achte Gebot Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

Das neunte Gebot Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.

Das zehnte Gebot Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

Regel Nr. 7: Risiken eingehen, den Mut zu haben zu leben und anderen zu Vertrauen. Leben. Lieben. Genießen. Träumen. Lachen.

Im Hafen ist ein Schiff sicher, aber dafür ist es nicht gebaut. Seneca

Tausende von Kerzen kann man am Licht einer Kerze anzünden ohne daß ihr Licht schwächer wird. Freude nimmt nicht ab, wenn sie geteilt wird. Buddha

Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen,
die dem Leben seinen Wert geben. W.F. von Humboldt

Liebe fühlen und auch zeigen, davor haben die meisten Menschen große Angst. Es ist die Angst, durch die Zuneigung dem anderen ausgeliefert zu sein, völlig schutzlos und verletzbar zu sein. Diese Angst verrät ein gestörtes Verhältnis zu den Mitmenschen und zu sich selbst.  Peter Lauster

„Denn die Summe unseres Lebens sind die Stunden, wo wir lieben.“ W. Busch

Der beste Beweis der Liebe ist Vertrauen. Joye Brothers

Regel Nr. 8: Lerne deine Ängste zu verstehen, höre sie an, aber lass sie nicht stärker sein als Du selbst.

Du kannst die Wellen nicht anhalten, aber Du kannst lernen zu surfen. Joseph Goldstein

Man muß vor nichts im Leben Angst haben, wenn man seine Angst versteht. Marie Curie

Wovor wir am meisten Angst hatten, wird uns, nachdem wir es geschafft haben, am stolzesten machen! Beatrix Marth

Um die Furcht, die im Verstand wohnt, zu überwinden, müssen wir unseren Verstand täglich leer machen. Unser Verstand ist voller Zweifel, Dunkelheit, Unwissenheit, Misstrauen und anderer Dinge. Versuche früh am Morgen ungefähr zehn Minuten
lang, keinen einzigen Gedanken zu haben, ob gut oder schlecht, göttlich oder ungöttlich.

Um die Angst vor dem Versagen oder vor Erfolglosigkeit zu überwinden, solltest du dir bewusst sein, was Versagen bedeutet und was es bewirken kann. Die Angst wird verschwinden, sobald du erkennst, dass eine Niederlage nichts Beschämendes, Zerstörerisches oder Schmerzhaftes, sondern etwas Natürliches ist. Wenn ein Kind zu laufen beginnt, stolpert es immer wieder und fällt zu Boden. Doch es hat nicht das Gefühl, dass das Hinfallen ein Versagen wäre. Für das Kind ist es ein natürlicher Vorgang,dass man einen Augenblick lang aufrecht steht und dann wieder hinfällt.Sri Chinmoy

Ein großer Teil der Sorge besteht aus unbegründeter Furcht. Carl Hilty

Wirf jeden Tag einen Ballast ab, der deine Seele beschwert und deine Tatkraft hemmt – eine Furcht, eine Sorge, einen Ärger, eine Enttäuschung, einen Haß, einen Neid, eine Trägheit.

Regel Nr. 9: Fühlen. Beobachten. Sehen. Riechen. Schmecken. Genieße deine Sinne und stoppe deine Gedanken. Lebe dein Leben achtsam.

Ein Mensch, der grübelt, der «Probleme wälzt», nimmt nur wenig wahr, er tagträmt, er ist stumpf und verschlossen. Peter Lauster

Je größer der zeitliche Abstand zwischen Wahrnehmung und Gedanke ist, desto mehr Tiefe besitzt du als menschliches Wesen und desto bewusster bist du.  Eckardt Tolle

Pure Wahrnehmung bedarf keiner Fragen, keiner Antworten. Der Moment ergreift.  Max Olrik Langer

Die Sinne betrügen nicht. Nicht, weil sie immer richtig urteilen, sondern weil sie gar nicht urteilen; weshalb der Irrtum immer nur dem Verstande zur Last fällt. Immanuel Kant

Wie die Welle nicht für sich sein kann, sondern stetig an den Wogen des Ozeans teilhat, also soll ich mein Leben nie für mich erleben, sondern immer in dem Erleben, das um mich her stattfindet. Albert Schweitzer

Regel Nr. 10: Vertraue!

Alles wird gut, posaunt das Positive Denken.

Alles ist gut, flüstert das Urvertrauen. Andreas Tenzer

Betrachte die Welt als dein Selbst,
habe Vertrauen zum Sosein der Dinge,
liebe die Welt als dein Selbst;
dann kannst du dich um alle Dinge kümmern. Laotse

Theoretisch gibt es eine vollkommene Glücksmöglichkeit: An das Unzerstörbare in sich glauben und nicht zu ihm streben. Franz Kafka

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Wenn man im Frühling die Natur beobachtet, die Rückkehr der Vögel, die Entwicklung der Knospen, das Erblühen der Pflanzen, das Fließen der Bäche, das Sammeln der Bienen, das Schlüpfen der Küken, das allgemeine Erwachen der Natur, der Farben des Jahres, immer wiederkehrend aufs Neue – dann lernt man Vertrauen. Vertrauen an das Universum. Der Erde, auf der wir leben, auf der wir geboren wurden. Auf der wir unser Leben geschenkt bekommen haben. Von der Liebe unserer Eltern, die wiederum von ihren Eltern, unseren Großeltern, deren Urgroßeltern und immer weiter bis zum Anfang der Dinge. Da gibt es etwas auf das wir vertrauen können. All jene, die unser Glück wollten, unser Leben, dass uns die Liebe der Menschen zusammen mit der Natur geschenkt hat. Wir benötigen einander, wir benötigen das Ganze um zu bestehen. Die Sonne, das Licht, die Nacht, die Wälder, die Bäume, die Bienen, das Wasser, den Regen, den Boden, die Menschen, und unsere Kraft all das zu sehen, zu spüren und zu lieben. Wenn uns etwas Kraft gibt und uns lehren kann zu Vertrauen, ist es ein Blick in die Natur, mit der wir wiederum so eng verbunden sind, dass wir allem trauen können.

Liebe zur Natur ist die einzige Liebe, die menschliche Hoffnungen nicht enttäuscht. Balzac

Der Arzt kuriert, die Natur heilt. Paracelsus

Wir dürfen Vertrauen. Wir sollen Vertrauen. Wir müssen Vertrauen.

It was in love I was created And in love is how I hope I die. Paolo Nutini

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6 Gedanken zu “Urvertrauen

  1. Da sind viele bekannte Zitate in deinem Beitrag, doch sollte man nie außer Acht lassen, dass diese häufig auf Grund der eigenen Persönlichkeit und Erfahrung geschrieben wurden und leider keine Allgemeingültigkeit besitzen, auch wenn sie sich alle schön lesen 😉

    Gefällt 2 Personen

  2. Urvertrauen bzw. mein fehlendes hat mich auch lange Zeit beschäftigt und es hat echt gedauert, bis ich es mir angeeignet habe.
    Mir haben dabei vor allem zwei Dinge geholfen:

    1. Verstehen, dass es nicht meine Schuld ist, dass ich kein Urvertrauen habe.
    Das ist ganz wichtig, das zu erkennen und zu verinnerlichen. Du bist in der Situation aber du trägst absolut keine Schuld daran.

    2. Der Aufenthalt in der (möglichst unberührten) Natur. Keine Therapie und keine Beziehung oder sonst was konnte mir derart helfen. Finde einen Platz im Wald, in den Bergen oder wo du das Gefühl hast, dass alles noch in Ordnung ist. Und geh (alleine!) wandern, setze dich zur Rast auf einen Baumstamm… und spüre, wie du ein Teil von allem bist. Wie du in die Welt gehörst. Wie alles miteinander verbunden ist und du daher in der Natur niemals allein sein wirst.

    Alleine fühle ich mich seit diesen Erfahrungen nur noch in Großstädten oder Supermärkten. Aber zum Glück habe ich mein Leben davon abgewandt, was mich unglücklich macht. Auch wenn es die meisten Menschen nicht verstehen können, welchen Weg ich eingeschlagen habe. Ich weiß wer ich bin, was mir gut tut und der Rest ist mir ziemlich egal 😀

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    1. Hey Du! Danke für deinen langen Kommentar! Ja genau die Natur, daher bin ich auch im letzten Abschnitt darauf eingegangen….wie mir auch das Thema Urvertrauen beim Spaziergang durch die Natur wieder in den Sinn kam. Ich würde auch behaupten, es gibt kaum bessere Theraphie als die Natur! Die Spaziergänge in meiner Pause, durch die Felder, am Wald entlang,….die Tiere zu beobachten un zu hören, das tut mir und meiner Seele unheimlich gut ! Großstädte sind auch nicht meins, so garnicht, ich würde wohl“dein“ Leben auch für mich gutheißen 😉

      Gefällt 1 Person

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