Achtsamkeit

IMG_20170606_170843Ihr solltet Meditation üben beim Gehen, Stehen, Liegen, Sitzen und Arbeiten, beim Händewaschen, Abspülen, Kehren und Teetrinken, im Gespräch mit Freunden und bei allem, was ihr tut. Wenn ihr abwascht, denkt ihr vielleicht an den Tee danach und versucht, es so schnell wie möglich hinter euch zu bringen, damit ihr euch setzen und Tee trinken könnt. Das bedeutet aber, daß ihr in der Zeit, wo ihr abwascht, nicht lebt. Wenn ihr abwascht, muß der Abwasch das Wichtigste in eurem Leben sein. Und wenn ihr Tee trinkt, dann muß das Teetrinken das Wichtigste auf der Welt sein.

Wenn wir in Gedanken über die Vergangenheit verloren sind, verlieren wir die Gegenwart.

Wenn wir wirklich lebendig sind, ist alles, was wir tun oder spüren, ein Wunder. Achtsamkeit zu üben bedeutet, zum Leben im gegenwärtigen Augenblick zurückzukehren.

Thich Nhat Hanh

 

 

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9 Gedanken zu “Achtsamkeit

  1. Was für ein Text!

    (Immer, wenn ich hier solche Texte lese, ist es mir ein bisschen, als könntest Du sie selbst verfasst und erdacht haben. Ich denke, dass Du auch so jemand bist, die auf der Suche bleiben mag, nicht mit dem vordergründigen Ziel, zu finden, aber mit der Hoffnung, dass das auf der Suche sein und bleiben, Leben ist und schenkt.)

    Beim Teetrinken im Augenblick zu bleiben und ihn als das Wichtigste zu sehen, gelingt mir langsam (sehr langsam) schon manchmal ganz gut. Bei Dingen, die Augenblick sind, aber Schweres in meinem Leben ausmachen, oder solches, das ich als schwer empfinde, gelingt mir das nach wie vor so gar nicht.

    Ich brauche das Land meiner Träume und ich brauche auch mitunter Besinnung auf Vergangenes. Das glaube ich zumindest bis jetzt immer noch.

    Und so bin ich ein bisschen im Widerspruch: Dies Sätze da oben leuchten mir irgendwie ein und irgendwie doch auch nicht so recht.

    Darf ich Dich fragen, wie es Dir insoweit geht?

    Viele, sehr liebe Grüße an Dich!

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    1. Wie recht du hast,ja. Ich denke da ähnlich, aber in den Momenten wo du tatsächlich etwas tust, sollte man versuchen diesen Moment zu „genießen“ bzw. den Geschmack vom Tee im Mund, den Geruch vom Tee, das Gefühl vom Tee wahrzunehmen, ob du dabei an etwas vergangenes denkst oder von etwas träumst finde ich egal. Hauptsache du grübelst nicht über etwas nach oder machst schon eine to do Liste, die dich stresst, sondern genießt das Tee-Trinken. Ich hoffe du weist wie ich das meine. Der Text oben in Klammern könnte tatsächlich auf mich treffen… Ja, das hast du gut erkannt 😉

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      1. Ich habe Dich gut verstanden, schaffe das aber noch nicht immer so umzusetzen. Es ist aber schön zu wissen, dass andere Menschen sich insoweit von einem ähnlichen Ausgangspunkt aus ähnlich mühen – ich fühle mich dann immer ein bisschen in einer Gemeinschaft, erinnere mich manchmal sogar bewusst und wünsche mir, dass es Menschen, denen es ähnlich geht, auch tun. Dann ist es für alle ein bisschen so, als trügen sie nicht mehr alles so ganz allein.

        Jetzt wo ich weiß, dass meine Vermutung, dass Du auch eine Suchende bist und Dir das Suchen Leben schenkt, weil es ja „in Bewegung bleiben“ bedeutet, gehörst Du mit zu jenem Kreis von Menschen, an die ich immer wieder und schon ganz bewusst denke und denen ich von Herzen Freude und Gutes wünsche.

        Liebe Grüße und Dankeschön für Deine schönen und hilfreichen Worte!

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      2. Guten Morgen Sternflüsterer,
        gelingt mir natürlich auch nicht immer. bin da auch amateurin 😉 aber so vermeidet man innere unruhe und stress usw, denke ich…

        Zum Thema „ewige Suche“….
        „Die, die nicht wissen was sie wollen, sind die, die am meisten leiden.“ Grey´s Anatomy
        „Der sensible Mensch leidet nicht aus diesem oder jenem Grunde, sondern ganz allein, weil nichts auf dieser Welt seine Sehnsucht stillen kann.“ Jean Paul Sartre

        ja ich weiß was du meinst man fühlt sich weniger allein mit seinen „zuständen“ wo doch im umfeld, (fast) alle so „normal“ scheinen…
        Schönen Freitag Dir. vlg, Rosabluete

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  2. Tolles Zitat! Eigentlich sollte man es sich irgendwo hinhängen, um es immer wieder zu lesen und es sich bewusst zu machen. Man ist ja immer auf Achse und mit seinen Gedanken entweder in der Vergangenheit oder der Zukunft. Manchmal echt schwer den Moment genauso wahrzunehmen, wie er gerade ist. Und sich vorallem die Zeit und Muße dafür zu nehmen. Mein Kopf rattert ständig To-Do-Listen herauf und herunter…. Ich glaube ich mache mir mal einen Tee 😉 Liebe Grüße Mary

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  3. Dieses Zitat von Sartre …. – das ist ein sehr besonderes. Und es bedeutet für mich Einiges, dass Du es mir in Deinen Kommentar geschrieben hast. Ich habe es auch euinmnal jemandem geschickt, und wenn Du möchtest, magst Du dazu ein bisschen lesen, hier:

    https://gedankenorbit.wordpress.com/2015/06/10/tagebuchseite-20539392/

    Der Text wird morgen auf den Tag genau zwei Jahre alt, es war einer der letzten, den ich auf dem Portal gebloggt habe, auf dem ich vor WordPress geschrieben habe. (Es war blog.de, das es aber seit Ende 2015 nicht mehr gibt.) Wenn Du ihn gelesen hast, würde mich ein interessieren, was Du darüber denkst. (Ich will Dich aber keineswegs drängen, etwas oder gar viel zu schreiben, tu es nur, wenn Du möchtest, wenn Du Dir Zeit dafür nehmen kannst und willst, und nimm nur soviel Zeit, wie Du wirklich erübrigen kannst bzw. möchtest.)

    Was sein Ende angeht, so habe ich eben beim Lesen festgestellt, dass ich mittlerweile immerhin einen kleinen Schritt weiter gekommen bin.

    Der letzte Satz Deines Kommentars hier trifft den Nagel übrigens ganz genau auf den Kopf!

    Nur ganz freundliche und liebe Grüße an Dich, liebe Rosabluete!

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    1. Ich bin es noch einmal. 🙂 – Vor allem anderen möchte ich eine kleine Entschuldigung loswerden:

      In meinem letzten Kommentar sind ein paar Verschreiber. So was passiert mir leider relativ oft. Ich bin ein „Zweifingerschreiber“ auf der Tastatur, und so sehr sich die beiden „Betroffenen“ anstrengen, mit der Geschwindigkeit meiner Gedanken vermögen sie regelmäßig nicht mitzuhalten. Das Ergebnis sind dann Wörter, in die sich Buchstaben einschleichen, die da gar nicht hingehören, oder sie sonstige Makel und Fehler aufweisen. – Und zu allem Überfluss lese ich dann oft nicht noch einmal gründlich (genug) drüber, sondern tippe viel zu schnell auf den Sendebutton. –

      Es tut mir Leid, dass bisweilen so hässliche Texte bzw. Passagen entstehen, weil ich so unfähig und dann auch noch säumig bin. – Ich werde mir Mühe geben, dass es nicht all zu schlimm bleibt bzw. wird, aber ganz perfekt werde ich es mutmaßlich nicht so sehr oft hinbekommen …

      Es gibt aber noch einen anderen Grund, weshalb ich noch einmal schreibe. Ich hatte vorhin etwas vergessen. Ich habe selbst einmal meine Gedanken zu dem Sartrezitat ziemlich ausführlich aufgeschrieben. In meinem Blog gibt es eine Rubrik, in der ich Aphorismen/Zitate bespreche. Das von Sartre war ganz am Anfang meiner „Bloggerkarriere“ schon mit dabei. – Auch diesen Text, der schon aus dem Dezember 2011 stammt, wollte ich Dir zeigen. Hier ist er:

      https://gedankenorbit.wordpress.com/2011/12/08/gedanken-aphorismen-12276711/

      Nun habe ich Dich hier so richtig „vollgetextet“! – mache ich nicht immer, versprochen! Und wenn es Dir irgendwann zuviel wird, dann sag es mir gern. Ich nehme es auf gar keinen Fall übel.

      Noch einmal viele liebe Grüße an Dich!

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