die Liebe selbst

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Doch dann kam ich zu dem Schluss, dass es nicht der Verlust meines Vaters war, der meiner Mutter das Herz gebrochen hatte. Sondern der Verlust der Liebe selbst- des Traums…[…] der Traum, dass jemand einen schön fand – etwas, das mein Vater ihr jeden Tag aufs Neue gesagt hatte, wie sie mir erzählte. Und plötzlich sagt das keiner mehr, und man ist wie einer dieser Keramikigel, aus dem Sproßen sprießen, die niemand mehr gießt. Oder wie ein Hamster, den keiner mehr füttert…[..] und ich spürte ihre Einsamkeit und ihre Sehnsucht, bevor ich die Worte dafür kannte. Vermutlich war mein Vater gar nicht der Grund dafür. Wenn ich ihn mir jetzt anschaute, konnte ich mir kaum vorstellen, dass er ihr genügt hatte. Was sie geliebt hatte, war die Liebe selbst.

der Duft des Sommers (Joyce Maynard)

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4 Gedanken zu “die Liebe selbst

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