Zum Nachdenken – Teil 2

Es schmerzt mich, dass es nie zu einer Erhebung der Tiere gegen uns kommen wird, der geduldigen Tiere, der Kühe, der Schafe, allen Viehs, das in unsere Hand gegeben ist und ihr nicht entgehen kann. Ich stelle mir vor, wie eine Rebellion in einem Schlachthaus ausbricht und von da sich über eine ganze Stadt ergiesst.“ Elias Canetti
Gewiss ist es, dass dieses scheussliche Blutbad, welches unaufhörlich in unseren Schlachthäusern und Küchen stattfindet, uns nicht mehr als ein Übel erscheint, im Gegenteil betrachten wir diese Scheusslichkeiten, welche oft pestilenzialisch wirken, als einen Segen des Herrn und danken ihm in unseren Gebeten für unsere Mördereien. Kann es denn aber etwas Abscheulicheres geben, als sich beständig von Leichenfleisch zu ernähren?“ Voltaire
Wenn der Mensch den Tiger umbringen will, nennt man das Sport. Wenn der Tiger den Menschen umbringen will, nennt man das Bestialität.“ Georg Bernhard Shaw

Wer einen Hund oder Affen, ja jedes höhere Säugetier wirklich genau kennt und trotzdem nicht davon überzeugt wird, dass dieses Ähnliches erlebt wie er selbst, Ist seelisch abnorm. Er gehört meines Erachtens in eine geschlossene psychiatrische Klinik, da seine Schwäche ihn zu einem gemeingefährlichen Wesen macht.“ K. Lorenz
Die schlichte Tatsache, dass mein Hund mich mehr liebt als ich ihn, ist einfach nicht wegzuleugnen und erfüllt mich immer mit einer gewissen Beschämung. Der Hund ist jederzeit bereit, für mich sein Leben zu lassen. Hätte mich ein Löwe oder ein Tiger bedroht – Ali, Bulli, Stasi und wie sie alle heißen -, sie alle hätten ohne einen Augenblick zu zögern den aussichtslosen Kampf aufgenommen um mein Leben auch nur für einige Sekunden zu schützen. Und ich?“ Konrad Lorenz

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Nun kann ich euch in Frieden betrachten, ich esse euch nicht mehr.

Franz Kafka

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4 Gedanken zu “Zum Nachdenken – Teil 2

  1. Wenn ich das alles so lese, werde ich noch nachdenklicher als ich es schon bin. Ich ernähre mich nicht vegan, nicht einmal vegetarisch. Ich esse allerdings Fleisch und Wurst wirklich in Maßen.

    Mein Vater stammt aus einer Bauernfamilie, und in seiner Kindheit, war der kleine Bauernof dazu da, die Familie zu ernähren. Es wäre anders gar nicht gegangen. Und so wurde ab und zu auch ein Tier geschlachtet, eben in diesem Sinne. – Ich weiß einiges über das Leben zu dieser Zeit dort auf dem Hof, auf dem mein Vater aufwuchs, und ich meine, behaupten zu können, dass man dort mit der Natur, mit allen Pflanzen und Tieren, sehr sorgsam und verantwortungsbewusst umgegangen ist. Auch, wenn dann und wann ein Tier geschlachtet wurde.

    Heute ist das überwiegend nicht mehr der Fall, diese ganze industrialisierte Fleischproduktion ist nur grausam und skandalös.

    Ja, und nun lese ich solche Aussagen, wie die oben, wissend, dass unser familiäres Haushaltsbudget bei weitem nicht so beschaffen ist, etwa nur auf Biobauernhöfen einkaufen zu gehen, und mir schlägt mein Gewissen.

    Ist die „Lösung“ tatsächlich nur die eine, dass wir alle Veganer oder wenigstens Vegetarier werden sollten? – Wenn ich an den Bauerhof meiner Großeltern (da wo mein Vater lebte) denke, erscheint mir das irgendwie auch ein bisschen „fremd“ …

    Ich bin hin und her gerissen …

    Schönste Grüße, liebe Rosabluete!

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    1. Ja! Wenn du den Tieren und der Welt und Dir was Gutes wünschst, finde ich es schon! Ich bin auch keine Vegatarierein, Precetarier, wie man es nennt, ich esse ab und an Fisch und auch noch Eier und auch Käse…ich bin längst nicht vegan, dennoch tut es mir in der Seele weh wie die Tiere leiden müssen, was sie ertragen müssen damit WIR sie essen können?! Also selbst die Bio Eier aus dem Supermarkt stammen aus Massen“produktionen“, die Milch, von armen Milchkühen aus der „Milchkuhfabrik“ den Tieren geht es dort nicht gut, sie leiden, und werden gequält ..und wofür? ….. Daher verzichte ich zumindest auf das Essen von Fleisch, möchte demnächst auch auf komplett Milch, Käse und Eier vom kleinen vertrauenswürdigen Biomarkt umsteigen,……. naja dennoch ist das lange nicht alles, und auch nicht DIE Lösung…aber mein Weg. (Fische sind noch ein anderes Thema, denen gehts auch nicht gut und dann die Überfischung…)
      Wenn ich zB einen LKW sehe, auf der Autobahn, in dem hinten die Schweine rauskuken, die zum Schlachten gefahren werden wird mir schlecht, wenn ich die Kühe auf der Weide sehe, die so flauschig aussehen wie meine Kaninchen und mich so lieb anschauen mit ihren großen Augen kann ich niemals mehr ein Steak essen, …und auch Hühner, die hier im Ort bei einerm Mann paar mal wöchentlich Auslauf haben und auf der ganzen Wiese picken dürfen, nein, auch die möchte ich nicht essen. Dafür sind sie nicht geboren worden. Die Welt bietet so viel mehr. Also ich bin jetzt seit 2,5 Jahren ziemlich „Fleischfrei“ und mir fehlt es absolut nicht. Wo fängt es an, wo hört es auf.. Wir essen hier ja auch keine Hunde oder Katzen, wieso gibt es einen Unterschied zu Schweinen und Kühen? Sind sie weniger wert? Oder warum essen wir deutsche das Fleisch nicht und verurteilen die Chinesen dafür? Gibt es da doch ein Gewissen?
      Oder die arabischen Länder verurteilen weil sie Tiere ausbluten lassen? Aber selbst Hühner essen für 2€ aus dem Supermarkt, wer weiß wie die gelebt und gestorben sind.
      Jagen gehen wir selbst ja auch nicht mehr, lassen meist die anderen schlachten ausnehmen usw. ,das ist dann in Ordnung.
      Abgesehen von den ganzen Medikamenten die in dem Fleisch sind….
      anderes Thema: Leder…Federn….Plastikmüll in den Meeren etc…. es gibt noch so viel mehr wo wir als Menschen die Monster sind, die die Natur zerstören . Ich möchte niemanden überreden, ich möchte nur zum Nachdenken anregen. Ja ein Bauernhof, wo man selbst Gemüse anbaut, ist was schönes… dennoch… muss unbedingt ein Tier getötet werden, damit wir was „gutes“ auf dem Tisch haben? Selbst ein glückliches Tier wird dann ein totes Tier…
      „Es gibt kein Fleisch von glücklichen Tieren – nur von toten“ von Karen Duve….
      und von wegen der Mensch ist ein Allesfresser…müssen wir deswegen jeden Tag Fleisch essen oder überhaupt Fleisch essen? Nein! Wir haben die Wahl.
      so, das war es von mir. Hoffe habe dir den start ins Wochenende nicht versaut!
      Schönes We wünsche ich!

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  2. Nein, Du hast mir das Wochenende nicht versaut. Ich vertrage es durchaus, wenn jemand mir engagiert und auch mit Emotionen untersetzt, seine Gedanken mitteilt, seine Meinung vertritt und begründet. Du hast das getan- und ja, ich musste zwischendurch schon mal „schlucken“, aber Du bist doch stets ganz und gar sachlich geblieben. –

    Ich bin nun nur noch viel nachdenklicher geworden, wegen der Sache an sich.

    Meinerseits hoffe ich allerdings, dass Du mich nun nicht völlig im schlechten Lichte siehst …

    Ganz liebe und freundlcihe Grüße!

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    1. Nein, dann müsste ich ja die meisten Menschen verurteilen, in meinem Umfeld bin ich so ziemlich die einzige, die kein Fleisch ist, und wie gesagt, ich esse auch noch Eier, trinke Milch, esse Käse und kaufe durchaus für meinen Freund Fleisch und Wurst ein. Leider. Alles gut 😉

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