gestern aufgeschnappt

>> Keiner ist mehr mit dem zufrieden was er hat.<<

Alle wollen immer schöner, reicher, erfolgreicher,… etc sein.

Wir wollen immer mehr oder was besseres haben bzw. sein. Immer das was die anderen haben, oder gar mehr. Vergleichen uns ständig.

Das ist wohl der Kern vom Unglücklich-und Ruhelos-sein.

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Well can you hear it coming?
The thunder of a being
The tales of a lifetime
The weight of mountains climbed
Are you not afraid of what it all may look like
On the other side of truth?
No longer bullet proof

‚Cause when I’m seeing double,
It’s your lullaby love that keeps me from trouble,
It’s your lullaby love that’s keeping me level,
It’s your lullaby love that keeps me awake.

❤ bin ein bisschen verliebt 🙂 tolle Stimme, schöner Mann, hat noch viel mehr schöne Lieder…

Warum es keine Schwäche ist, wenn einem die Welt zu viel wird

Gestern beim Spazieren in der Natur habe ich darüber nachgedacht, (denn dort kann man am besten denken!) ob ich denn wirklich die jenige bin, die unnormal ist, oder ob es diejenigen sind, die immer funktionieren wie Maschinen, und wenig Emotionen zeigen.

Vorab : Ein Normal oder Unnormal gibt es nicht. Nur, wenn man anders als die Mehrheit lebt, reagiert oder aussieht gilt man als unnormal. „Die ist ja nicht normal“ heißt es dann. Weil es für die anderen nicht ihrer Norm entspricht, was aber nicht heißt, dass diese Norm wirklich die richtige ist.

Was ist denn schon normal? Ist es nicht normal, bzw. menschlich, dass einem die Gesellschaft zu viel werden kann? Ich finde schon. All die Eindrücke, all die Verpflichtungen, all die Sorgen, die auf einen einprasseln, können doch nicht nur emotionslos und spurlos wahrgenommen werden. Es ist doch ganz natürlich, dass sie Spuren hinterlassen, bei dem einen eben mehr, bei dem anderen weniger.

Gestern als ich unterwegs war fiel mir wieder mal auf, wie zwanghaft ich oftmals mit meinem Handy umgehe. Sobald es nicht im Rucksack ist, sondern in der Manteltasche schau ich immer wieder drauf,und kontrolliere ob sich jemand bei mir gemeldet hat, mache Fotos, die ich eigentlich auch nicht mehr brauche, anstatt ganz bei mir in der Natur zu sein. Früher war ein Handy für den Notfall, dass man halt unterwegs erreichbar ist. Heute ist ein Handy für alles da, die meisten haben hunderte Apps auf dem Handy, werden über alle möglichen Benachrichtigen unmittelbar informiert und bekommen sogar News direkt aufs Handy geschaltet, anstatt sie später in den Fernsehnachrichten zu schauen. Ich zumindest, habe keine Apps, ich schreibe bloß SMS und telefoniere und nutze eben ab und an den Internetzugang, was mich aber dennoch nicht davon abhält immer wieder drauf zuschauen. Das muss aufhören!

Dann diese Nachrichten, wenn man seine Emails lesen möchte. Zumindest wenn man einen kostenfreien Email-Anbieter nutzt, so wie ich, könnten mich auch jedes Mal an die Decke gehen lassen. Schlagzeilen wie “ 5 Lebensmittel, die du essen solltest“ “ 10 Orte, die du gesehen haben musst“ und andere Horror-Nachrichten, oder unnötige nutzlose Nachrichten, die mir jetzt gerade nicht einfallen, die unser Gehirn aber in jedem Fall unnötig strapazieren.

Die Auswahl in den Geschäften, die man nun hat, weil es alles im Überfluß gibt, genau wie die Geschäfte an sich, wenn man durch die Stadt geht. Aber wir müssen ja nichtmal durch die Stadt gehen, wir können ja alles im Internet bestellen, und da sind die Angebote noch vielfältiger. Und dann gibt es noch die Bewertungen, die jeder hinschreiben kann, die einen noch mehr irritieren können. Genau wie bei der Urlaubsplanung, bei der Suche nach einem Hotel oder einem Ausflugziel.

Und wenn man dann doch mal in einer Stadt sein sollte, all die Autos, all die Menschen, all die Geschäfte, all die Dinge, all die Stimmen, all die Geräusche und Gerüche, all das was unser Gehirn wahrnimmt und verarbeiten muss.

Und im Job, ja da muss man funktionieren, am Besten wie eine Maschine. Man muss das machen und das machen und am Besten fehlerfrei, man muss pünktlich da sein, freundlich sein, immer erreichbar, nett zu Kunden, nett zu Lieferanten, nett zu Kollegen, zwei-drei Email Konten kontrollieren, Telefonate annehmen, Pakete annehmen, Pakete versenden, Aufträge und Angebote abwickeln, Angebote einholen, Kunden anlegen, Artikel anlegen, Lieferanten anlegen, Reklamationen bearbeiten, Fehler korrigieren, Rechnungen schreiben, Rechnungen kontrollieren, die Dokumente kopieren, scannen und abheften, und alles was sonst noch so anfällt und das am besten sofort und gleichzeitig, weil es dringend ist. Ja, das gehört dazu, es ist ein bzw. mein Job und ist auch gut so. Aber jeden Tag, egal wie es einem geht, egal was man gerade innerlich durchlebt, egal wie der Chef gerade zu einem war, kann auch ganz schön anstrengend sein. Und ich denke, in anderen Jobs ist es ähnlich, alleine wenn ich im Supermarkt bin und von allen Ecken das Kindergeschrei kommt, denke ich an die Verkäufer, die das den ganzen Tag aushalten müssen und erst recht an die Erzieher. Wenn ich im Krankenhaus bin und die Menschen dort leiden sehe, denke ich an die Schwestern, Pfleger und Ärzte. Handelsvertreter, die von einem Ort zum anderen Reisen, manchmal täglich in anderen Hotels schlafen. Psychologen, die die Probleme anderer anhören, Hospizmitarbeiter, die andere beim Sterben begleiten, ohne selbst daran zu zerbrechen. Ich finde es einfach bewundernswert, wie andere das durchhalten können. Aber ist das normal? Ich finde es besonders, wenn man das kann und schafft. Und ich finde es einfach menschlich, wenn einem manchmal all das auch über den Kopf wächst.

Was mir hilft ist wirklich ein Spaziergang in der Natur, zurück beim ursprünglichen zu sein, ohne viele Reize. Neuerdings tatsächlich Yoga in einer Gruppe (ich bin so stolz auf mich), und eben Zeit für mich. Versuchen im Hier und Jetzt zu sein und nicht ständig schon mit den Gedanken woanders.

Eine Auszeit zu nehmen, ist keine Schande, wenn möglich natürlich im Urlaub, aber wenn man merkt es wird einem zu viel, sollte man vielleicht doch zum Arzt gehen, bevor es zu einem richtigen Problem wird. Auf den Körper und die innere Stimme zu hören ist eine Sache, die man lernen muss. (ein toller Beitrag von Hanne Seemann: https://www.youtube.com/watch?v=k0JcLT6ATKo ) Unser Gehirn nimmt eben alles wahr und es gehört zu unserem Körper, wie ein Arm oder ein Bein, welches überbelastet werden kann. Menschen die das nicht verstehen, sind vielleicht einfach nicht normal.

Folgen der sozialen Netzwerke

Und plötzlich ist es so: Die besten Augenblicke im Leben werden ständig auf ihr Likepotenzial abgeklopft. Der erste Schnee oder dein erstes Zimmer oder sogar die ersten Schritte eines Kindes: Aus den privatesten Situationen, aus Momenten, in denen du ganz bei dir warst, werden plötzlich Momente, in denen dir theoretisch Hunderte über die Schulter schauen. Und selbst wenn du sie am Ende gar nicht öffentlich machst: Allein darüber nachgedacht zu haben, wie die Schlittenfahrt bei anderen ankommen könnte, hat dem Moment seinen Kern geraubt – seine Gegenwärtigkeit. Statt dich darin zu verlieren, hast du dich selbst von außen betrachtet.

Quelle:  http://www.zeit.de/zeit-magazin/2015/48/soziale-netzwerke-facebook-twitter-aufmerksamkeit-likes/seite-3

„Menschen, die ständig ihre geistige Kraft auf das richten, was sie zu tun haben, die Probleme lösen und Arbeiten abhaken, laufen Gefahr, irgendwann Stresserkrankungen zu bekommen“, warnt die Psychotherapeutin Hanne Seemann.

Wer dem vorbeugen will, sollte ab und an innehalten.

„Bleiben Sie stehen,

gewöhnen Sie sich an,

mal zu verweilen.“

Das sei das Grundprinzip der Achtsamkeit.

zerstreute Memo an mich

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Mein Blog ist bald voll, zumindest die Bilder. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich dann aufhören soll oder einen neuen starte. Eigentlich wollte ich mal wieder mehr Abstand von den sozialen Netzwerken nehmen. Aber der Blog ist eigentlich was anderes. Irgendwie, aber irgendwie auch nicht.

Ich schlafe immernoch schlecht, vielleicht war es doch nicht der Vollmond, doch nicht die Veranstaltung, und Allerheiligen, oder vielleicht auch alles zusammen. Und noch viel mehr. Mir geht es im Prinzip gut, ich habe die Veranstaltung teilweise sogar genossen, trotz der vielen Menschen und dass ich fast nur stehen musste (nur mein Rücken hat Probleme damit gehabt)

Ich habe momentan sogar ziemlich wenig bis keine Angstprobleme, und dennoch schlafe ich schlecht, was mich echt zur Verzweiflung bringen kann. Dieser Druck nachts, dass man schlafen muss um am nächsten Tag auf die Arbeit zu können, damit man fit ist, und nicht wie ein halber Zombie dort sitzt, wie ich jetzt. Furchtbar. Wer es nicht kennt kann sich das garnicht vorstellen. Man schläft gut und plötzlich wacht man auf und ist hellwach und liegt einfach nur da…oder man schläft halt erst garnicht oder sehr spät ein.

Vielleicht ist es gut, dass ich nicht zuhause bleiben kann, um im Rythmus zu bleiben, da ich mal wieder alleine hier sitze, weil meine Kollegen unterwegs sind. Vielleicht ist es auch genau deswegen, dass ich nicht schlafen kann, weil ich mal wieder alleine die Stellung hier halten muss. Es ist ja nicht so, dass ich nicht gerne hier bin, nein ich arbeite recht gerne hier, wenn ich mich nicht gerade über meinen Chef ärgere..wie heute morgen, er sollte sich mal überlegen wie er mit uns spricht teilweise. Gerade wenn ich so labil bin, wie gerade fange ich direkt an zu weinen. Gut, dass ich allein hier bin und es keiner sieht. Anderseits würde ich ihm gerne die Meinung sagen, wie sauer mich das Ganze macht, auch das mein verkürzter versprochener Dienstag zum Überstundenabbau leider nie zu Stande kommt, weil es einfach vergessen wird und ich ohne Info hier alleine sitze. Oder wie ich hier alles fast alleine stemmen muss und dafür die Fehlerquote doch sehr gering ist! Menschen machen halt auch Fehler, und gerade er auch!

Manchmal denke ich, vielleicht brauche ich eine Auszeit, nur von was? Ich habe doch nur noch eine 30 Stunden-Woche und hatte dieses Jahr auch schon paar mal Urlaub. Und halt auch Stress, positiven wie auch negativen. Die Sorge um meine Mama sitzt mir sehr in den Knochen, sie tut mir so leid.

Ach man, im anderen Büro hat es mir schon irgendwie besser gefallen, obwohl ich dorthin nicht zu Fuß hingehen konnte, vermisse ich es, meine Mittagsrunden. Gestern war ich mal wieder da und es tat so gut dort spazieren zu gehen. Die Natur gibt einem echt mehr als sonst was. Dort waren Schafe und Kaninchen, und ich dachte mir in meinem nächsten Leben möchte ich gerne in der Natur mit Tieren arbeiten. Sie sind so anders als wir Menschen. Ehrlich. Und dann las ich das Schild „frisches Lammfleisch“ und mir kamen die Tränen in die Augen. Ich habe die letzte Yoga Stunde abgesagt und heute kann ich vermutlich auch nicht hin. Nervt mich auch ziemlich.

Nerven. Meine schwachen Nerven, wieso muss ich nur so empfindsam sein. Wieso bin ich nur so wenig belastbar und trage alles mit mir rum…

Wir haben kürzlich unser Wohnzimmer renoviert und unsere Kaninchen haben jetzt ein super schickes Gehege, hat aber mein Freund eigentlich alleine gemacht. Bald werde ich 30, bald ist Weihnachten, dann habe ich zwei Wochen Urlaub, aber vielleicht nehme ich doch nicht den ganzen Resturlaub mit ins nächste Jahr, sondern versuche noch vorher was zu nehmen, damit ich wieder besser zurecht komme. Mal schauen. Ich mag schlafen.